Rechtliches
Nutzungsbedingungen und Haftungsausschluss
1. Geltung und Vertragspartner
Diese Bedingungen regeln die Nutzung der Software. Wer Ihr Vertragspartner ist, hängt davon ab, woher Sie Ihren Zugang haben:
- Zugang über einen Anbieter („Vendor“, Kursanbieter, Mentor): Ihr Vertragspartner ist allein dieser Anbieter. Er stellt Ihnen die Software im Rahmen seines eigenen Angebots bereit; zwischen Ihnen und dem technischen Betreiber der Software kommt kein Vertrag zustande. Es gelten vorrangig die Bedingungen Ihres Anbieters. Die vorliegenden Bedingungen gelten ergänzend, soweit Ihr Anbieter nichts Abweichendes vereinbart hat; sie beschreiben, was die Software leistet und was sie ausdrücklich nicht leistet. Ansprüche aus Ihrem Kurs- oder Betreuungsverhältnis richten Sie an Ihren Anbieter.
- Zugang unmittelbar vom Betreiber: Dann ist der im Impressum genannte Betreiber Ihr Vertragspartner und diese Bedingungen gelten unmittelbar.
Mit der Anmeldung bestätigen Sie, dass Sie diese Bedingungen und die Datenschutzerklärung gelesen haben und mit ihnen einverstanden sind.
2. Gegenstand
Die Software ist ein Werkzeug zur Dokumentation und statistischen Auswertung der eigenen Handelsaktivität des Nutzers (Handelstagebuch, Backtest-Auswertung, Disziplin-Auswertung, Konto-Verfolgung, Risikorechner) sowie zur Anzeige öffentlich verfügbarer Marktdaten. Sie wird über den Internet-Browser genutzt; eine Installation findet nicht statt.
Der Zugang ist persönlich und darf nicht an Dritte weitergegeben werden. Untersagt sind insbesondere das automatisierte Auslesen von Daten, das Umgehen von Sicherheitsmaßnahmen und die Weiterverbreitung der angezeigten Marktdaten außerhalb der Software.
3. Keine Anlage-, Finanz- oder Steuerberatung
Alle Kennzahlen, Rechner und Auswertungen sind rein rechnerische Auswertungen der vom Nutzer selbst erfassten Daten bzw. beschreibende Darstellungen öffentlicher Marktdaten. Sie stellen keine Anlageberatung, keine Finanz-, Steuer- oder Rechtsberatung und keine Handelsempfehlung dar – weder ausdrücklich noch stillschweigend. Der Betreiber ist kein Finanzdienstleistungsinstitut im Sinne des KWG/WpIG und erbringt keine erlaubnispflichtigen Wertpapier(neben)dienstleistungen.
4. Wahrscheinlichkeiten, keine Zusagen
Rechner wie die Kelly-Fraktion, die Prop-Bestehens-Wahrscheinlichkeit, die Monte-Carlo-Projektion oder die Ruin-Wahrscheinlichkeit liefern Modellrechnungen auf Basis der vom Nutzer eingegebenen oder erfassten Daten. Sie beruhen auf der Annahme, dass künftige Trades der bisherigen Verteilung gleichen und voneinander unabhängig sind – diese Annahme trifft in der Realität nicht zwingend zu. Schon kleine Abweichungen bei Trefferquote oder Gewinn-Verlust-Verhältnis verändern die ausgewiesenen Wahrscheinlichkeiten erheblich. Ergebnisse sind keine Vorhersage, keine Garantie und keine Zusicherung künftiger Ergebnisse. Vergangene oder simulierte Ergebnisse sind kein verlässlicher Indikator für die Zukunft.
5. Hypothetische und simulierte Ergebnisse
Die Software zeigt an mehreren Stellen Ergebnisse, die nicht auf tatsächlich gehandelten Positionen beruhen: den gesamten Backtest-Bereich, alle Simulationen und alle „Was wäre wenn“-Betrachtungen. Solche Ergebnisse haben systematische Grenzen:
- Sie werden rückblickend erstellt. Wer den weiteren Verlauf des Marktes bereits kennt, entscheidet anders als jemand, der ihn nicht kennt – auch unbewusst. Rückblickend erstellte Ergebnisse fallen deshalb systematisch besser aus als das, was in Echtzeit erreichbar gewesen wäre.
- Sie enthalten kein echtes Risiko. In einer Simulation wird kein Geld verloren. Ob jemand eine Verlustserie aushält, ohne vom Plan abzuweichen, ist ein wesentlicher Teil des realen Ergebnisses und lässt sich nicht simulieren.
- Sie bilden die realen Ausführungsbedingungen nur unvollständig ab – Spanne zwischen An- und Verkaufskurs, Ausführungsverzögerung, abweichende Ausführungskurse, Finanzierungskosten und Störungen der Handelsplattform stecken nur insoweit darin, wie der Nutzer sie selbst eingegeben hat.
- Häufig fehlt die Auswahl. Wer viele Varianten durchrechnet und die beste auswählt, findet fast immer eine gute Variante – auch dann, wenn keine davon dauerhaft funktioniert.
Aus hypothetischen oder simulierten Ergebnissen lässt sich nicht ableiten, dass ein reales Konto vergleichbare Ergebnisse erzielt.
6. Risikohinweis
Der Handel mit Devisen, Differenzkontrakten (CFDs), Kryptowerten und anderen gehebelten Produkten ist mit erheblichen Risiken verbunden und kann zum vollständigen Verlust des eingesetzten Kapitals führen. Entscheidungen über tatsächliche Trades trifft ausschließlich der Nutzer in eigener Verantwortung.
7. Marktdaten
Angezeigte Marktdaten stammen aus öffentlichen Quellen (u. a. Notenbanken, statistische Ämter). Die jeweilige Quellenangabe findet sich im Fußbereich jeder Seite unter „Datenquellen & Lizenzen“. Der Betreiber übernimmt keine Gewähr für Aktualität, Vollständigkeit oder Richtigkeit dieser Fremddaten; sie werden verzögert und ohne Echtzeit-Anspruch bereitgestellt.
8. Eigene Inhalte des Nutzers, insbesondere Screenshots
Der Nutzer kann Texte (Notizen, Bezeichnungen) und Bilddateien (Chart-Screenshots) in die Software einstellen. Die Rechte an diesen Inhalten bleiben beim Nutzer.
- Rechteeinräumung: Der Nutzer räumt seinem Anbieter und dem technischen Betreiber das einfache, räumlich unbeschränkte und auf die Dauer der Speicherung befristete Recht ein, die Inhalte zu speichern, technisch zu vervielfältigen, für die Anzeige zu bearbeiten (z. B. Größenanpassung) und im Rahmen der Betreuung anzuzeigen. Dieses Recht dient allein dem Betrieb und der Betreuung. Eine Veröffentlichung, eine Weitergabe an unbeteiligte Dritte und eine Nutzung zu Werbezwecken finden nicht statt.
- Zusicherung des Nutzers: Der Nutzer sichert zu, über die erforderlichen Rechte an seinen Inhalten zu verfügen und mit ihnen weder Rechte Dritter noch Gesetze zu verletzen. Screenshots dürfen insbesondere keine personenbezogenen Daten anderer Personen (Namen, Adressen, Kontonummern, Gesichter in geöffneten Fenstern), keine Zugangsdaten und keine geschützten Inhalte Dritter enthalten, für die keine Nutzungsrechte bestehen – dazu können auch Chart-Darstellungen kostenpflichtiger Anbieter gehören.
- Unzulässige Inhalte: Verboten sind Inhalte, die rechtswidrig sind, andere beleidigen oder bedrohen, Schadsoftware enthalten oder ersichtlich nichts mit der Dokumentation des eigenen Handels zu tun haben.
- Sperrung und Entfernung: Anbieter und Betreiber dürfen einzelne Inhalte sperren oder entfernen, wenn konkrete Anhaltspunkte für einen Verstoß bestehen; bei schwerwiegenden oder wiederholten Verstößen darf der Zugang gesperrt werden. Der Nutzer wird darüber unterrichtet und erhält Gelegenheit zur Stellungnahme, soweit dies rechtlich möglich ist. Eine allgemeine Pflicht zur Überwachung der Inhalte besteht nicht.
- Freistellung: Der Nutzer stellt Anbieter und Betreiber von Ansprüchen Dritter frei, die wegen einer Rechtsverletzung durch seine Inhalte erhoben werden, einschließlich der angemessenen Kosten der Rechtsverteidigung. Das gilt nicht, wenn der Nutzer die Rechtsverletzung nicht zu vertreten hat.
9. Einsicht durch den Anbieter
Die Software ist ein Betreuungswerkzeug. Der Anbieter, der den Zugang vergeben hat, sieht sämtliche Daten des Nutzers – einschließlich der freien Notizen und der hochgeladenen Screenshots – und kann die Trades aller von ihm betreuten Nutzer gesammelt herunterladen. Dieser Zugriff ist Zweck der Betreuung und kann vom Nutzer nicht abgeschaltet werden. Einzelheiten stehen in der Datenschutzerklärung, Ziff. 4.
10. Zugänge
Zugänge werden vom Anbieter bzw. Betreiber vergeben; eine Selbstregistrierung findet nicht statt. Passwörter sind vertraulich zu behandeln und beim ersten Anmelden zu ändern. Ein vergessenes Passwort wird auf Anfrage vom Anbieter oder Betreiber neu gesetzt; eine Selbstbedienungsfunktion dafür gibt es nicht. Es wird empfohlen, die Zwei-Faktor-Authentisierung einzuschalten.
11. Verfügbarkeit und Wartung
Anbieter und Betreiber bemühen sich in angemessenem Umfang um eine durchgehende Erreichbarkeit, sagen aber keine bestimmte Verfügbarkeit zu. Unterbrechungen durch Wartung, durch Störungen bei Vorleistern (insbesondere beim Hosting-Dienstleister), durch Ausfälle der öffentlichen Datenquellen, durch Angriffe auf die Infrastruktur oder durch höhere Gewalt sind möglich. Planbare Wartungsarbeiten werden nach Möglichkeit außerhalb der üblichen Nutzungszeiten durchgeführt.
12. Datensicherung und Datenverlust
Im Rahmen des Betriebs werden Sicherungen erstellt; ein bestimmter Sicherungsstand oder eine Wiederherstellung im Einzelfall wird jedoch nicht geschuldet. Der Nutzer kann seine Trades jederzeit selbst als CSV-Datei exportieren. Dieser Export enthält nicht alle Daten – insbesondere keine Screenshots, keine Konto- und Auszahlungsdaten und keine Disziplindaten. Wichtige Screenshots sollten deshalb zusätzlich außerhalb der Software aufbewahrt werden. Für den Verlust von Daten wird im Rahmen von Ziff. 13 nur bis zu dem Betrag gehaftet, der zur Wiederherstellung aus vorhandenem Material bei ordnungsgemäßer Datensicherung durch den Nutzer erforderlich gewesen wäre.
13. Haftung
Die Nutzung der Software erfolgt auf eigenes Risiko.
Unbeschränkt wird gehaftet bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, für Schäden aus der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, im Umfang einer ausdrücklich in Textform übernommenen Garantie sowie nach dem Produkthaftungsgesetz.
Bei einfacher Fahrlässigkeit wird nur bei Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht gehaftet – das ist eine Pflicht, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrags erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Nutzer regelmäßig vertrauen darf. Die Haftung ist in diesem Fall auf den bei Vertragsschluss vorhersehbaren, vertragstypischen Schaden begrenzt; für die Nutzung durch einen Nutzer, der für die Software selbst kein Entgelt an den Betreiber zahlt, wird dieser Schaden mit höchstens 5.000 Euro je Schadensfall bemessen.
Handelsentscheidungen: Für Vermögensschäden, die daraus entstehen, dass ein Nutzer auf Grundlage von Auswertungen, Kennzahlen, Rechnerergebnissen oder Marktdaten der Software eine Handelsentscheidung getroffen hat, wird nicht gehaftet. Das beruht darauf, dass die Software nach Ziff. 3 bis 6 ausdrücklich keine Empfehlung ausspricht und die Handelsentscheidung allein beim Nutzer liegt; die vorstehende Regelung zur unbeschränkten Haftung bleibt unberührt.
Die Beschränkungen gelten auch zugunsten der Mitarbeiter, Vertreter und Erfüllungsgehilfen sowie zugunsten des technischen Betreibers der Software. Eine Änderung der Beweislast zum Nachteil des Nutzers ist damit nicht verbunden.
14. Änderungen dieser Bedingungen
Diese Bedingungen können geändert werden, wenn dies wegen einer Änderung der Rechtslage, einer behördlichen oder gerichtlichen Entscheidung, einer Änderung der Software oder zur Beseitigung einer Regelungslücke erforderlich ist. Änderungen, die das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung berühren, sind davon nicht gedeckt. Die Änderung wird mindestens sechs Wochen vor ihrem Wirksamwerden in Textform mitgeteilt; dabei wird auf das Widerspruchsrecht, die Frist und die Folgen hingewiesen. Wird nicht bis zum Wirksamwerden widersprochen, gilt die Änderung als angenommen. Im Fall des Widerspruchs kann jede Seite das Nutzungsverhältnis zum Zeitpunkt des Wirksamwerdens beenden; bis dahin gilt die bisherige Fassung.
15. Anwendbares Recht und Gerichtsstand
Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland. Hat der Nutzer seinen gewöhnlichen Aufenthalt in einem anderen Staat, bleiben die zwingenden Verbraucherschutzvorschriften dieses Staates unberührt. Ist der Nutzer Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist ausschließlicher Gerichtsstand der Sitz des Vertragspartners nach Ziff. 1; andernfalls gelten die gesetzlichen Gerichtsstände. Eine Verpflichtung oder Bereitschaft zur Teilnahme an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle besteht nicht.
Datenschutzerklärung
1. Verantwortlicher – und wann diese Erklärung für wen gilt
Wer datenschutzrechtlich verantwortlich ist, hängt davon ab, woher Sie Ihren Zugang haben:
- Zugang über einen Anbieter (Kursanbieter, Mentor): Verantwortlicher im Sinne von Art. 4 Nr. 7 DSGVO ist Ihr Anbieter. Er entscheidet über Zwecke und Mittel der Verarbeitung, legt die Zugänge an und betreut Sie. Der Betreiber dieser Software ist für diese Daten Auftragsverarbeiter (Art. 4 Nr. 8, Art. 28 DSGVO) und verarbeitet sie nur weisungsgebunden und nicht für eigene Zwecke. Maßgeblich ist dann die Datenschutzerklärung Ihres Anbieters; sie nennt Ihnen den Verantwortlichen, die Aufbewahrungsfristen und die Anlaufstelle für Ihre Rechte. Auskunfts-, Berichtigungs- und Löschverlangen richten Sie an Ihren Anbieter. Die vorliegende Erklärung beschreibt für diesen Fall ergänzend und zur Transparenz, was die Software technisch verarbeitet; Anfragen, die hier eingehen, werden an Ihren Anbieter weitergeleitet.
- Zugang unmittelbar vom Betreiber (z. B. Konten der Anbieter selbst sowie Zugänge ohne zwischengeschalteten Anbieter): Verantwortlicher ist dann der im Impressum genannte Betreiber, und diese Erklärung gilt unmittelbar.
2. Welche Daten verarbeitet werden
- Kontodaten: E-Mail-Adresse, angezeigter Name, verschlüsselt gespeichertes Passwort (nur als Hash, nie im Klartext).
- Nutzungsdaten: die vom Nutzer selbst erfassten Handelstagebuch-, Backtest-, Disziplin- und Konto-Daten. Dazu gehören auch die freien Textfelder – insbesondere Notizen zu einzelnen Trades sowie selbst vergebene Strategie-, Konfluenz- und Checklisten-Bezeichnungen.
- Bilddateien (Screenshots): zu jedem Trade kann ein Chart-Bild hochgeladen werden. Die Bilder werden als Datei-Inhalt in der Datenbank gespeichert (nicht nur ein Verweis), getrennt für Handelstagebuch und Backtest sowie für Day- und Swing-Handel. Zulässig sind PNG- und JPEG-Dateien bis 500 KB je Bild; das Dateiformat wird aus dem Inhalt bestimmt. Was auf dem Bild zu sehen ist, bestimmt allein der Nutzer – er sollte deshalb keine Aufnahmen hochladen, die Daten Dritter zeigen.
- Zwei-Faktor-Authentisierung (2FA): wird die Anmeldung mit einem zweiten Faktor abgesichert, speichert die Software das zugehörige TOTP-Geheimnis beim Nutzerkonto. Es wird verschlüsselt abgelegt; der Schlüssel dazu liegt nicht in der Datenbank, sondern in der Betriebsumgebung – ein Datenbank-Abzug allein gibt das Geheimnis also nicht preis. Hashen ist hier technisch ausgeschlossen: der Wert wird zur Prüfung jedes Codes im Klartext benötigt und muss dazu wieder lesbar werden. Die zusätzlich ausgegebenen Wiederherstellungs-Codes werden dagegen nur als Hash gespeichert und sind nach einmaliger Verwendung entwertet.
- Broker-Import: werden Trades aus einem Handelsprogramm übernommen, speichert die Software die übermittelten Handelsdaten (Konto-Bezeichnung, Ticket-Nummer, Instrument, Richtung, Größe, Ein- und Ausstiegszeit und -preis, Ergebnis) sowie den Bearbeitungsstand der Nachkontrolle. Zugangsdaten zum Broker-Konto werden weder abgefragt noch gespeichert; es besteht keine Verbindung zum Broker.
- Kennzahlen aus dem Handelsprogramm: zu den Instrumenten, in denen Sie tatsächlich gehandelt haben, übermittelt das Handelsprogramm zusätzlich berechnete Kennzahlen zur Schwankungsbreite (durchschnittliche Spanne eines Handelstages, deren Häufigkeitsverteilung und die Einordnung des jüngsten Tages). Diese Zahlen werden auf Ihrem eigenen Rechner berechnet; gespeichert wird je Instrument nur der zuletzt gemeldete Stand. Kursreihen – also einzelne Kurse oder Tagesverläufe Ihres Brokers – werden weder übertragen noch gespeichert, und es werden keine Kennzahlen zu Instrumenten erhoben, die Sie lediglich beobachten.
- Zugriffs-Token für den automatischen Import: für die Übertragung aus dem Handelsprogramm (Expert Advisor) kann ein Zufalls-Token erzeugt werden. Gespeichert wird nur dessen Hash-Wert nebst Erstellungszeitpunkt; der Klartext wird genau einmal angezeigt und ist danach auch dem Betreiber nicht mehr bekannt.
- Auszahlungs- und Konto-Verfolgungsdaten: zur Auswertung von Prüfungs-/Funded-Konten werden Konto-Bezeichnungen, Startkapital, Ziel- und Verlustgrenzen, Auszahlungstermine, -beträge, Gewinnaufteilungen und Gebühren gespeichert – also die vom Nutzer eingegebenen Zahlen. Bankverbindungen, Zahlungsdaten oder Ausweisdaten werden nicht erhoben; die Software wickelt keine Zahlungen ab.
- Mentor-Kommentare: der betreuende Mentor kann Freitext-Kommentare zu einem Nutzer und zu einzelnen Trades speichern. Gespeichert werden Text, Zeitpunkt, Verfasser, der Bezug zum Trade und ob der Kommentar gelesen wurde. Diese Kommentare unterliegen keiner automatischen Löschfrist (siehe Ziff. 8).
- Sicherheits-Protokoll: zur Abwehr von Angriffen werden Anmeldungen, fehlgeschlagene Anmeldeversuche, Passwortänderungen und abgewiesene Schreibversuche protokolliert – einschließlich IP-Adresse und gekürzter E-Mail-Adresse. Dieses Protokoll wird in das Anwendungs-Log des Servers geschrieben. Zusätzlich hält die Datenbank zur Begrenzung von Passwort-Rateversuchen je Fehlversuch die vollständige E-Mail-Adresse, die IP-Adresse und den Zeitpunkt fest. Rechtsgrundlage ist das berechtigte Interesse an der Sicherheit der Verarbeitung (Art. 6 Abs. 1 lit. f, Art. 32 DSGVO).
3. Cookies und Speicherung im Browser
- Technisch notwendiges Sitzungs-Cookie: ein signiertes Cookie hält die Anmeldung. Es ist für den Betrieb erforderlich (kein Tracking, keine Werbung), daher ist keine Einwilligung nötig.
- Cookie für vertraute Geräte: wird beim zweiten Faktor „dieses Gerät merken“ gewählt, setzt die Software ein weiteres, signiertes Cookie. Es enthält die Nutzerkennung, einen Sitzungs-Zähler und den Ablaufzeitpunkt – keine Handelsdaten. Solange es gültig ist, entfällt auf diesem Gerät die Abfrage des zweiten Faktors; das Passwort bleibt bei jeder Anmeldung erforderlich. Es wird nur auf ausdrückliche Auswahl gesetzt und verliert seine Gültigkeit sofort, wenn das Passwort geändert oder das Konto gesperrt wird.
- Sitzungsspeicher des Browsers (sessionStorage): die Oberfläche merkt sich im Browser, welche Karten und Bereiche einer Seite auf- oder zugeklappt waren. Diese Angaben verlassen den Browser nicht, werden nicht an den Server übertragen und beim Schließen des Browser-Tabs verworfen. Sie dienen ausschließlich der Anzeige, nicht der Wiedererkennung.
4. Wer die Daten sehen kann
Diese Software ist ein Betreuungswerkzeug. Das hat eine Folge, die jeder Nutzer kennen sollte:
- Der Anbieter, der den Zugang vergeben hat („Vendor“ bzw. Mentor), sieht die Daten der von ihm angelegten Nutzer. Das umfasst die erfassten Trades einschließlich der freien Notizen, die Backtest-, Disziplin- und Konto-Auswertungen sowie die hochgeladenen Screenshots. Er kann die Ansicht eines Nutzers zusätzlich in einem Nur-Lese-Modus öffnen und dessen Daten so betrachten, wie der Nutzer sie selbst sieht.
- Der Mentor kann die Trades aller ihm zugeordneten Nutzer gesammelt als CSV-Datei herunterladen – einschließlich der Notiz-Spalte – und damit aus der Software heraus auf sein eigenes Gerät übernehmen.
- Der Mentor kann zu diesen Daten Kommentare speichern (Ziff. 2). Der Nutzer sieht die Kommentare, die zu ihm geschrieben wurden.
- Dieser Zugriff ist Bestandteil der Betreuung und kann vom Nutzer nicht abgeschaltet werden. Er ist auf den eigenen Mandanten begrenzt: ein anderer Anbieter und dessen Nutzer haben keinen Zugriff.
- Der Betreiber der Software hat als Administrator technischen Zugriff auf die Datenbank, soweit das für Betrieb, Fehlersuche und Sicherheit erforderlich ist.
- Darüber hinaus findet keine Weitergabe an Dritte statt, insbesondere keine Weitergabe zu Werbezwecken und kein Verkauf von Daten.
5. Zwecke und Rechtsgrundlagen
Die Verarbeitung der Konto- und Nutzungsdaten dient der Erfüllung des Nutzungsvertrags (Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO); dazu gehört auch die in Ziff. 4 beschriebene Einsichtnahme durch den betreuenden Anbieter, die der vereinbarte Zweck der Software ist. Das Sicherheits-Protokoll, die Begrenzung von Anmeldeversuchen, die Zwei-Faktor-Authentisierung und die Prüfung neuer Passwörter beruhen auf dem berechtigten Interesse an der Sicherheit der Verarbeitung (lit. f, Art. 32 DSGVO). Es findet keine Weitergabe zu Werbezwecken und keine automatisierte Entscheidungsfindung mit rechtlicher Wirkung statt.
Zur Bereitstellung der Daten besteht keine gesetzliche Pflicht. Erforderlich sind allein die Angaben, ohne die ein Zugang technisch nicht möglich ist: E-Mail-Adresse und Passwort. Ohne sie kann kein Konto angelegt und die Software nicht genutzt werden. Alle weiteren Daten – Trades, Screenshots, Notizen, Konten – gibt der Nutzer freiwillig ein; werden sie nicht eingegeben, bleiben die davon abhängigen Auswertungen leer, die Nutzung im Übrigen ist davon nicht berührt.
6. Prüfung neuer Passwörter gegen bekannte Datenlecks
Wird ein Passwort geändert, prüft die Software, ob das neue Passwort in veröffentlichten Datenlecks bekannt ist. Dafür wird der Dienst Have I Been Pwned – Pwned Passwords (betrieben von Have I Been Pwned Pty Ltd, Australien) abgefragt. Das Passwort selbst wird dabei nicht übertragen: die App bildet einen Prüfwert (SHA-1) und sendet nur dessen erste fünf Zeichen; der Abgleich erfolgt anschließend lokal im Server (sogenannte k-Anonymität). Übermittelt wird dabei auch die IP-Adresse des Servers, nicht die des Nutzers. Ist der Dienst nicht erreichbar, wird das Passwort zugelassen; die Anfrage wird nicht wiederholt und nicht gespeichert.
7. Auftragsverarbeitung / Hosting
Die Software wird bei einem Hosting-Dienstleister betrieben (Render Services, Inc.), mit dem ein Auftragsverarbeitungsverhältnis nach Art. 28 DSGVO auf Grundlage seiner Datenschutz-Zusatzvereinbarung besteht. Findet die Verarbeitung außerhalb der EU statt, beruht die Übermittlung auf dem EU-US Data Privacy Framework, unter dem der Dienstleister zertifiziert ist, hilfsweise auf den Standardvertragsklauseln der EU-Kommission. Beim Hoster liegen auch die in Ziff. 2 genannten Screenshots und das Anwendungs-Log.
Haben Sie Ihren Zugang über einen Anbieter erhalten (Ziff. 1), so ist der Betreiber seinerseits Auftragsverarbeiter Ihres Anbieters; der Hosting-Dienstleister ist in dieser Kette Unterauftragsverarbeiter. Zwischen Anbieter und Betreiber besteht ein Vertrag nach Art. 28 DSGVO.
8. Speicherdauer und Löschung
- Sitzungs-Cookie: verfällt 24 Stunden nach der letzten Nutzung, spätestens jedoch 7 Tage nach der Anmeldung.
- Cookie für vertraute Geräte: 30 Tage ab Ausstellung; zusätzlich sofort ungültig bei Passwortwechsel oder Sperrung des Kontos.
- Fehlversuchs-Einträge in der Datenbank (E-Mail, IP, Zeitpunkt): werden verworfen, sobald sie älter als 24 Stunden sind; das Aufräumen geschieht beim nächsten protokollierten Fehlversuch.
- Sicherheits-Protokoll im Anwendungs-Log: die Aufbewahrung richtet sich nach den Einstellungen des Hosting-Dienstleisters und ist nicht in der Software festgelegt.
- Konto- und Nutzungsdaten: werden gespeichert, solange das Nutzerkonto besteht. Beim Löschen sind zwei Fälle zu unterscheiden:
a) Löschung durch den Nutzer selbst. Löscht ein Nutzer sein Konto über die Konto-Seite (mit Passwortbestätigung), werden seine Inhaltsdaten tatsächlich aus der Datenbank entfernt – Handelstagebuch, Backtests, Disziplin- und Konto-Daten, Screenshots, Import-Daten und Auszahlungsdaten. Im Nutzer-Datensatz verbleibt ein Eintrag ohne Personenbezug: E-Mail-Adresse und Name werden durch einen Platzhalter ersetzt bzw. geleert, Passwort und 2FA-Daten werden entfernt, der Zugang ist dauerhaft gesperrt. Auf diesem Weg werden auch die Kommentare des Mentors über diesen Nutzer mitgelöscht.
b) Löschung durch den Anbieter oder den Betreiber. Entfernt der Anbieter einen Nutzer – oder der Betreiber einen ganzen Anbieter samt dessen Nutzern –, wird der Zugang dauerhaft gesperrt und die Anmelde-Adresse entwertet, sodass sie neu vergeben werden kann. Dabei werden die Daten jedoch nicht gelöscht: die ursprüngliche E-Mail-Adresse wird in einem gesonderten Feld aufbewahrt, und die Inhaltsdaten – Handelstagebuch, Backtests, Disziplin- und Konto-Daten, Screenshots, Import- und Auszahlungsdaten sowie die Mentor-Kommentare – verbleiben unbefristet in der Datenbank. Eine automatische Löschfrist besteht dafür nicht.
Mentor-Kommentare werden im Fall a) mitgelöscht, im Fall b) nicht: dort verbleiben sie in der Datenbank, bis der Mentor einen eigenen Kommentar selbst entfernt; eine Ablauf- oder Aufräumfrist gibt es dafür nicht.
Unabhängig davon können Betroffene jederzeit die Löschung ihrer Daten verlangen (Art. 17 DSGVO, siehe Ziff. 9). Der Betreiber setzt eine solche Löschung dann auch in den Fällen um, in denen sie nicht automatisch erfolgt.
9. Deine Rechte
Nutzer haben das Recht auf Auskunft (Art. 15), Berichtigung (Art. 16), Löschung (Art. 17), Einschränkung (Art. 18), Datenübertragbarkeit (Art. 20) und Widerspruch (Art. 21) sowie auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde (Art. 77). Zur Ausübung genügt eine Nachricht – und zwar an den Verantwortlichen nach Ziff. 1: Haben Sie Ihren Zugang über einen Anbieter erhalten, ist das Ihr Anbieter; andernfalls der im Impressum genannte Betreiber. Eine hier eingehende Anfrage wird an den zuständigen Verantwortlichen weitergeleitet.
Stand: August 2026.